›Zweitzeug*innen Coaching‹ im MTV Kahlenberg

Wie unser zweiter Vorsitzender Stefan Geoster während der außerordentlichen Mitgliederversammlung unter dem Punkt „Verschiedenes“ angekündige, bietet der MTV ein interessantes Angebot für Erwachsene in unserem Club an.

Menschen, die sich in Vereinen engagieren, prägen das Miteinander: auf dem Platz, am Spielfeldrand, nach dem Training, bei Veranstaltungen, in Gesprächen. Wer im Verein Verantwortung übernimmt, kann dazu beitragen, Antisemitismus und Diskriminierung früh zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.

Wie unser zweiter Vorsitzender Stefan Geoster während der außerordentlichen Mitgliederversammlung unter dem Punkt „Verschiedenes“ angekündigt hatte, bietet der MTV ein interessantes Angebot für die Erwachsenen in unserem Club an.

Das ›Zweitzeuginnen Coaching‹ richtet sich an engagierte Mitglieder im Verein und aus dem sportlichen Umfeld des MTV Kahlenberg – an alle, die als Multiplikatorinnen für ein antisemitismuskritisches und haltungsstarkes Vereinsleben eintreten möchten.

Mit den Inhalten von ZWEITZEUGEN e.V. und Zusammen1 finden Teilnehmende hierfür konkrete Impulse. Rund um die (Über)Lebesgeschichten von Zeitzeuginnen des Holocaust vermittelt das Coaching Wissen, Haltung und Handlungskompetenzen für den Umgang mit Antisemitismus und Diskriminierung im Sport. Im Fokus stehen dabei Präventionsmaßnahmen und Biografien jüdischer Sportlerinnen. Ihre Biografien machen Geschichte greifbar(er) und helfen dabei, eine Brücke ins Heute zu schlagen: Wie sah Antisemitismus damals und heute aus, warum ist das Thema noch relevant, und was können wir ganz konkret bei uns in den Strukturen tun?

Das Angebot findet in Kooperation von ZWEITZEUGEN e.V. und Zusammen1, der Bildungsabteilung des jüdischen Dachsportverbands MAKKABI Deutschland, statt. Zusammen1 bietet seit 2020 bundesweit Programme zur Sensibilisierung für jüdische Lebensrealitäten im Sport und zur Bekämpfung von Antisemitismus im Breiten- sowie Leistungssport an. ZWEITZEUGEN e. V. arbeitet mit Biografien von Holocaust-Überlebenden – die Teilnehmenden werden zu Zweitzeuginnen der Zeitzeuginnen und darin bestärkt aus Geschichte zu lernen und sich aktiv gegen Antisemitismus und Diskriminierung im Heute einzusetzen.

Workshopinhalte:

  • Kennenlernen von Biografien jüdischer Sportler*innen sowie Holocaust-Überlebenden oder deren Nachfahren, die ein Interview mit ZWEITZEUGEN geführt haben.
  • Definition von Antisemitismus mit Blick auf dessen Vorfälle und Kontinuitäten.
  • Blick auf Verbreitung von Antisemitismus im Sport.
  • Impulse zu Handlungsmöglichkeiten in Form von Prävention und Intervention.
  • Raum für Austausch über bisherige Herausforderungen und mögliche Hürden im Vereinsalltag.

Die Teilnehmer*innen:

  • begreifen die NS-Zeit und den Holocaust als wichtigen historischen Kontext von gegenwärtigem Antisemitismus.
  • werden sensibilisiert für Antisemitismus und Diskriminierung.
  • begreifen Antisemitismus als Weltanschauung und lernen Kontinuitäten und häufige Erscheinungsformen von Antisemitismus (im Sport) kennen.
  • erweitern ihr Wissen mit aktuellen Statistiken zu Antisemitismus im Sport.
  • entwickeln eine gestärkte antisemitismuskritische und diskriminierungssensible Haltung.
  • lernen Wege und Methoden kennen, diese Haltung im Vereinleben zu implementieren.
  • werden sich ihrer Verantwortung als Multiplikator*innen im Umgang mit Antisemitismus und Diskriminierung bewusst.

Geplant sind zwei Termine am 13.10.2026 und 03.11.2026 jeweils von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr. Idealerweise nehmen Interessierte an beiden Terminen teil, da die Inhalte aufeinander aufbauen. Darüber hinaus ist vorstellbar, Interessierte langfristig bei der Entwicklung und Umsetzung eigener antisemitismus- und diskriminierungskritischer Aktivitäten im Verein zu begleiten.

Anmeldungen bitte an Kontakt@MTV-Kahlenberg.de unter Angabe des Vor- und Nachnamens. Mindestteilnehmerzahl 15 Personen, maximale Teilnehmerzahl 25 Personen.

MTV – 135 Jahre am Ball 🤍💙!